2. SPÄTKELTISCHE VIERECKSCHANZE VON FÜRHOLZEN (CA. 1 JH. V. CHR.)

Kaum eine andere Gattung obertägiger Bodendenkmäler hat innerhalb der letzten hundert Jahre mehr Interpretationen erfahren als die sog. Viereckschanzen. Die Deutung reicht vom Viehpferch mit Gehöft über römische Marschlager (die Bezeichnung "Römerschanze" auf alten Karten zeugt noch davon) bis hin zum keltischen Heiligtum oder einem keltischen Dorfzentrum. Die Schanze von Fürholzen hat eine Seitenlänge von etwa 97 bzw. 107 m. Die Ostseite des Wall-Graben-Systems weist einen Zugang auf, der über eine hölzerne Brücke und eine Toranlage in das Innere führte. Das Wall-Graben-System ist 12 m breit. Durch die unmittelbare Lage an der Ebrach und in der Ebene entspricht die Schanze einem durchaus üblichen Typus. Schon früh hat die Schanze von Fürholzen das Interesse der Heimatforschung geweckt. Bereits 1907 fanden Untersuchungen und systematische Grabungen statt, wobei Suchschnitte bis ins Zentrum der Anlage gezogen worden waren. Die geringe Fundausbeute führte jedoch rasch zum Abbruch der Arbeiten. Mittlerweile leidet die Anlage durch Überpflügung und landwirtschaftliche Nutzung. Genauere Erläuterungen entnehmen Sie bitte der Informationstafel nahe der südöstlichen Ecke der Schanze.